Weiden schneiden

Montag, 21. Februar 2011 

Wer seinen Garten mit einem tollen Objekt aus einheimischen Weiden verschönern möchte, sollte sich langsam nach Kopfweiden umsehen. Diese dürfen nämlich nur noch bis Ende Februar geschnitten werden. Danach dürfen die Vögel in die Bäume.

Die Kopfweiden stehen häufig an Bachläufen und man erkennt sie sofort an ihrer bizarren Form. Am Besten fragt man den Besitzer oder einen Förster, ob und wo man schneiden darf. Oft sind die Leute froh, dass ihnen jemand die Arbeit abnimmt. Man kann auch in einer biologischen Station fragen, die regelmäßig ihre Weiden schneiden und oft mehr Material haben, als sie benötigen.

Kopfweiden sollten alle 1-2 Jahre direkt über dem Stamm geschnitten werden, damit die typische Kopfform entsteht. Danach werden die Äste zu dick und man kann sie zum Flechten nicht mehr gebrauchen. Es kann auch passieren, dass der „Kopf“ zu schwer wird und der Baum, wenn er schon etwas älter ist, auseinanderbricht. Die Bäume sollten jedenfalls immer komplett gesschnitten werden. Es nützt nichts, wenn man sich nur die „schönsten“ Äste auswählt und den Rest stehen lässt. Außerdem schafft man sich dadurch gute Voraussetzungen für eine ausgiebige Ernte im nächsten Jahr, denn mit jedem Schnitt wird der Kopf größer.

Die Äste müssen nicht sofort verarbeitet werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sich viel leichter biegen lassen, wenn sie erst ein paar Wochen an einem schattigen Plätzchen im Garten gelegen haben. In dieser Zeit kann man am warmen Ofen Pläne machen, was man damit alles bauen möchte. Wenn die Äste im Schatten und ruhig auch im Regen liegen, lassen sie sich gut bis Mai/Juni verarbeiten.

Also, Weiden schneiden an einem sonnigen und kalten Wintertag ist toll und macht richtig viel Spaß. Weiden flechten ist aber an einem warmen Frühlingstag noch viel schöner.

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Thema: Allgemein

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